Präsentation der EA

Die Forschungsgruppe « Kommunikation und Gesellschaft » ist im Laufe des Jahres 2006/2007 entstanden. Der thematische Schwerpunkt ist die Wiederherstellung sozialer Bindungen in multikulturellen Demokratien, die man als „Kommunikationsgesellschaften“ bezeichnet.

Thematik

Die Forschungsgruppe « Kommunikation und Gesellschaft » ist im Laufe des Jahres 2006/2007 entstanden. Der thematische Schwerpunkt ist die Wiederherstellung sozialer Bindungen in multikulturellen Demokratien, die man als „Kommunikationsgesellschaften“ bezeichnet.

Problematik

Die Bezeichnung „Kommunikationsgesellschaft“ erfordert, im Hinblick auf die Verbindung zwischen Kommunikation und Demokratie, die Unterscheidung zwischen neuen Phänomen und historischer Kontinuität. Allerdings sind die Kommunikation und die Demokratie im Wesentlichen symbolische Prozesse, mit denen eine egalitäre Verbindung zwischen unüberbrückbaren Alteritäten hergestellt werden soll. Diese gemeinsame Zielsetzung bedeutet nicht, dass die Prozesse identisch sind : die Kommunikation schafft soziale Bindungen, indem sie eine wechselseitige, immer riskante Verständigung anstrebt ; die Demokratie begründet eine politische Gemeinschaft durch das Etablieren einer juristischen Norm, die legitim, aber dennoch immer umstritten ist. In einer Zeit, in der die zwei demokratischen Modelle des Umgangs mit kultureller Vielfalt (der angelsächsische Multikulturalismus und das republikanische Modell Frankreichs) stark kritisiert werden, empfiehlt es sich, durch empirische und theoretische Studien zu verschiedenen kulturellen Sphären (Europa, USA, Südamerika etc.) die widersprüchlichen Veränderungen der multikulturellen sozialen Bindungen zu untersuchen. Dies ist das Ziel der interdisziplinären Forschungsgruppe.

Involvierte Disziplinen

Alle Disziplinen, die sich mit der Veränderung der sozialen Bindungen befassen. Es geht darum, die interdisziplinäre Trennung innerhalb der SHS (beispielsweise zwischen den Politikwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften und der Soziologie) zu überwinden, wie sie auch zwischen den großen Disziplinbereichen (SHS und Informationswissenschaften / Informations- und Ingenieurstechnik und -wissenschaften und dem Ingenieurwesen, beispielsweise im Bereich der TIC ) besteht, um den aktuellen Wandel der demokratischen Gesellschaften besser zu verstehen.

Arbeitsmethode

- Ein interdisziplinärer Ansatz. Der Forschungsgruppe gehören Wissenschaftler verschiedenener Fachbereiche an (Kommunikation, Anthropologie, Betriebswirtschaft, Landeskunde), die sich auf der Grundlage gemeinsamer monatlicher Lektüresitzungen und wissenschaftlicher Gemeinschaftsprojekte (Buch, Seminar) ein gemeinsames Wissen erarbeiten.
- Eine „offene“ Wissenschaft. Die Gruppe bindet Fachleute und Experten in die gemeinsamen Überlegungen ein (Journalisten, Kommunikationsreferenten), ermöglicht Masterstudenten (im 2. Jahr) die Teilnahme an den Treffen und organisiert Seminare, bei denen sich Forscher und Akteure austauschen. Die Seminare sind kostenlos und frei zugänglich.

Kontakt

- Anschrift : nathalie policard, Sekretariat Forschung, Büro F12, Tel. 04 73 40 64 25, Fax : 04 73 40 64 24

- Prof. Dr. Sébastien Rouquette : sebastien.ROUQUETTE@univ-bpclermont.fr

Adressen

- Die Treffen finden wöchentlich Donnerstag nachmittags (13.15 – 15.15 Uhr) im Sitzungssaal des CLM (Centre des langues et du multimédia, Sprachen- und Multimediazentrum) im Erdgeschoss statt : Gebäude Carnot, Universität Blaise Pascal, 34 avenue Carnot, F-63000 Clermont-Ferrand
- Die öffentlichen Seminare finden in der MSH in Clermont-Ferrand statt : 4 rue Ledru, F-63057 Clermont-Ferrand

Traduction en allemand par Dana MARTIN / Julia WASSERMANN